UNHEIMLICHE ZEITEN IM TRUB

Der Knecht vom Hof auf dem Ober Stauffe im Emmental hatte zu Lebzeiten Schreckliches getan. Sein bezauberndes Jodeln brachte die Frauen gleich reihenweise um den Verstand. Drei Frauen schenkte er ein Kind, doch noch bevor die Babys das Licht der Welt erblickten, tötete Stauffenjutzi sie. Die Sache kam aber aus – was mit Stauffenjutzi geschah, ist unbekannt. Doch immer wieder kam es zu unheimlichen Vorfällen.

Rätselhaftes Kuhsterben

In der Mittleren Risisegg, trieb er sein Unwesen immer und immer wieder. Ende der Sechzigerjahre starben mehrere Kühe in dem Stall. Eine lag morgens auf dem Rücken im Mistkarren, die Beine starr nach oben gestreckt. Oder eines Abends standen alle Kühe wie Soldaten ausgerichtet in einer Reihe im Stall und hatten den Kopf starr nach unten gerichtet.

Segensreiches Gebetsbuch

Ob es sich bei der Mittler Risisegg wirklich um den Hof handelt, wo Stauffenjutzi sein drittes Opfer hingelegt hat, ist unklar.Dass es heute mit der Spukerei auf der Risisegg gebessert hat, ist der Bäuerin zu verdanken. Sie hatte in einer Truhe ein altes Gebetsbuch gefunden. «Es waren Gebete darunter, die man sprechen soll, wenn es im Stall nicht gut ist», erklärte die Bäuerin. Sie begann, im Stall regelmässig laut aus dem Buch vorzulesen: «Die ungute Sache hörte tatsächlich bald einmal für immer auf.» Die ganze Reportage ist im Magazin WANDERN.CH zu lesen.

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