• Der übrig gebliebene Teil des Wohnturms der Burgruine Last. Bilder: Daniel Fleuti

    Der übrig gebliebene Teil des Wohnturms der Burgruine Last. Bilder: Daniel Fleuti.

  • Nur noch ein paar Mauerreste: die Ruine Heuberg.

    Nur noch ein paar Mauerreste: die Ruine Heuberg..

    Kradolf • TG

    Burgruinen um Kradolf-Schönenberg

    Burgruinen sind Fenster zum Mittelalter. Im thurgauischen Schönenberg gibt es gleich deren drei. Die Burg Last war einst Sitz der Herren von Schönenberg, sie standen ab 1159 im Dienste des Bischofs von Konstanz. Nach ihrem Auszug Mitte des 14. Jahrhunderts zerfiel die Burg zusehends. Die zweite Anlage, Anwil, ist neueren Datums. Erbaut im 13. Jahrhundert, wurde sie mit Unterbrüchen bis ins 17. Jahrhundert genutzt. Archäologische Funde zeigen, dass ihre Besitzer ein luxuriöses Leben führten: Geheizt wurde mit Kachelöfen, getafelt wurde Birkhuhn, serviert auf edlem Geschirr. Ein Teil des markanten Turms ist erhalten und saniert. Von der Ruine Heuberg indes ist wenig bekannt und bis auf ein paar Mauerreste auch wenig übrig geblieben. Drei private Ruinenwege unterschiedlicher Länge machen die Zeitzeugen erlebbar. Der mittlere, blau gekennzeichnete Weg bietet sich an für eine kürzere Tour. Vom Bahnhof Kradolf wandert man erst durch das langgezogene Schönenberg, bevor beim Restaurant Mühle im Ortsteil Oberdorf der Aufstieg zur Ruine Last beginnt. Nach deren Besuch führt ein Pfad über Wiesen und durch urwaldähnliches Baumgewirr ins Stapfetobel zum Rastplatz mit Feuerstelle. Die zweite Ruine, Heuberg, wartet sodann kurz nach dem Hof Unterheuberg. Der unmarkierte Pfad am Eingang des Waldes ist etwas undeutlich, die Mauerreste muss man suchen. Zum Abschluss bringt einen die Naturstrasse zurück nach Schönenberg und das Trottoir zum Bahnhof. Zur Hälfte wandert man auf Hartbelag. Auf halbem Weg zwischen Mühle Schönenberg und Bahnhof Kradolf lohnt sich ein Blick auf die Gartenbahn: Dort entdeckt man liebevoll gestaltete Szenen aus dem Schweizer Eisenbahnalltag.

    Informazione

    Erreichbar ist Kradolf mit dem Zug über Weinfelden oder Gossau SG.

    Ruinenweg Schönenberg: www.ruinelast.ch
    Weitere Ruinenwege:
    www.kradolf-schoenenberg.ch
    Restaurant Mühle Schönenberg, 071 642 33 33, www.mühle-schönenberg.ch

    Escursione Nr. 1441

    Pubblicato 2018 ‒ Presentato da Sentieri Svizzeri

    Daniel Fleuti

    Percorso dell'escursione

    Mostra su swisstopo
    Kradolf
    0:00
    0:00
    Schönenberg Oberdorf
    0:10
    0:10
    restaurant
    shopping
    Burgruine Last
    0:30
    0:20
    fireplace
    Schluuch
    0:35
    0:05
    Stapfetobel
    0:45
    0:10
    fireplace
    Oberheuberg
    0:55
    0:10
    Burgruine Heuberg
    1:00
    0:05
    Schönenberg Oberdorf
    1:10
    0:10
    restaurant
    shopping
    Kradolf
    1:19
    0:09
    Dettagli sulla superficie del percorso e sulla categoria sul profilo altimetrico

    Proposte escursionistiche

    Spielend wandern ins Herz von St. Gallen Nr. 2233
    Notkersegg — St. Gallen, Bahnhof • SG

    Spielend wandern ins Herz von St. Gallen

    Mit dieser kurzen Familientour erwandert man sich die Stadt St. Gallen Schritt für Schritt und stösst immer mehr vom beruhigenden Grün in die bewegte Stadt vor. Sie beginnt mit einer kurzen Fahrt mit dem «Appenzeller Bähnli» nach Notkersegg, wo die Kirche des gleichnamigen Klosters besucht werden kann. Hoch über der Stadt geht es von hier in Richtung von Drei Weieren, das bald erreicht ist. Bei zwei Weihern befinden sich Badis, entsprechend viele Leute hat es hier an schönen Wochenenden im Sommer. Im Frühling aber hält es sich in Grenzen. Zwischen Bueben- und Mannenweier biegt der Weg ab, am Milchhüsli, das kleine Snacks anbietet, vorbei und auf einem Pfad steil hinauf auf den Freudenberg. Der Aufstieg lohnt sich: Gegen Norden sieht man St. Gallen und den Bodensee, gegen Südosten den Säntis. Und man kann hier oben an mehreren Stellen bräteln. Beim Abstieg Richtung St. Georgen erreicht man das Gebiet des St. Galler Spielwegs mit dem Namen «Berneggwald». Hier finden neugierige Kinder viele Spielideen, aufgeschrieben auf Metalltafeln. Diese müssen manchmal etwas gesucht werden, meist stehen sie aber bei Spiel- oder Sportplätzen. Auf spielweg.ch können die exakten Standorte nachgeschaut werden. Nach ausgiebigem Spiel geht es durch die Mülenenschlucht hinunter – oder mit der Standseilbahn Mühlegg. Wild schiesst die Steinach in die Tiefe – kaum zu glauben, dass nur wenige Meter weiter unten die Altstadt liegt. Diese beginnt gleich mit der Stiftsbibliothek und dem ehemaligen Benediktinerkloster. Hier können auch wieder Posten des Spielwegs aufgesucht werden, bevor man sich dann Richtung Bahnhof aufmacht. Die Wanderung kann ganzjährig unternommen werden. Im Winter ist allerdings die Mülenenschlucht gesperrt, es empfiehlt sich, die Bahn oder einen anderen Fussweg zu nehmen.
    Historische Spuren und viel Natur bei Jonschwil Nr. 2162
    Jonschwil, Kreisel • SG

    Historische Spuren und viel Natur bei Jonschwil

    Diese Wanderung führt an einen unaufgeregten Ort. Jedenfalls ist er dies heute. In den 1970er-Jahren löste ein Artikel über das hiesige Geschehen während des Zweiten Weltkriegs eine nationale Debatte aus. Denn beim Süsack-Wald bei Jonschwil wurde am Abend des 10. November 1942 ein Landesverräter hingerichtet. Ernst Schrämli hatte dem deutschen Konsulat in St. Gallen vier Artilleriegranaten, eine Panzergranate, den Schlüssel eines militärischen Depots und einige offenbar nicht sehr wertvolle schriftliche Nachrichten und Skizzen vermittelt. Dafür erhielt er 500 Franken und die Aussicht auf ein deutsches Visum. Der Journalist Niklaus Meienberg kritisierte die Ungerechtigkeit der Militärjustiz während des Krieges: Während man die Kleinen aufhängen würde, liesse man die Grossen laufen. Auf dieser einfachen Wanderung kann das historische Geschehen ausgiebig diskutiert werden – man wandert nämlich fast immer nebeneinander auf Strässchen, oft auch auf asphaltierten. Erst passiert man bei Grund die ehemalige Kiesgrube, die heute ein wertvolles Amphibienlaichgebiet ist. Nach dem kleinen Anstieg belohnt einen oben das Ausflugsrestaurant Wildberg: Unter der grossen Linde auf dessen Terrasse kann ein wunderschönes Panorama genossen werden. Erst eben, dann abfallend und durch Wald erreicht man schliesslich Punkt 630; hier machen Geschichtsinteressierte einen kurzen Abstecher auf dem Wanderweg Richtung Jonschwil nach Seewadel. Das erste Haus am Waldrand ist das ehemalige Munitionsdepot, wo Schrämli damals erschossen worden ist. Dem Ortsrand von Oberuzwil folgend – eventuell mit einer Pause in der dortigen Badi – gelangt man zum Bettenauer Weiher. Auf dessen Oberfläche schwimmen Hunderte von weissen Seerosen. Es ist einer von zwei natürlichen Beständen in der ganzen Schweiz. Am ehemaligen Moorweiher wurde bis 1945 auch Torf gestochen. Nun ist es nicht mehr weit bis Jonschwil.
    Gut Kirschen essen im Schwarzbubenland Nr. 1862
    Nuglar, Dorfplatz • BL

    Gut Kirschen essen im Schwarzbubenland

    Die Gemeinde Nuglar-St. Pantaleon im solothurnischen Schwarzbubenland hat sich ihre einmalige Obstbaumlandschaft gleich auf die Fahne geschrieben. Nicht nur trägt das Ortswappen drei Kirschen, sondern kümmert sich auch die Gemeinde aktiv um den Erhalt ihrer ursprünglichen Kulturlandschaft. Mehrere Tausend Feldobstbäume – davon etwa die Hälfte Kirschbäume – prägen diesen klimatisch begünstigten Flecken nicht weit von Liestal. Die kurze Rundwanderung zu den beiden Siedlungen empfiehlt sich vor allem im April, wenn die Bäume während weniger Tage ihre üppige Blütenpracht tragen. Vom Dorfplatz im beschaulichen Nuglar geht es in Richtung Gempen leicht aufwärts zum Waldrand, vorbei an artenreichen Blumenwiesen und dem weissen Blütenmeer. Man folgt dem Waldrand, und es eröffnet sich schon bald der Blick auf St. Pantaleon. Beim Picknickplatz am Fusse des Schlimmbergs verlässt die Route den Wanderweg und biegt links in den Lochackerweg hinab nach St. Pantaleon. Ist man bei der Hauptstrasse angekommen, geht es auf der gegenüberliegenden Seite in den Kirchweg. Durch einen kurzen Waldabschnitt gelangt man hinunter in ein Tälchen, das die beiden Siedlungen trennt. Danach gilt es, ein paar wenige Höhenmeter am Rebenhang zu überwinden, um immer noch auf dem Kirchweg wieder zum Dorfkern in Nuglar zu gelangen. Hier geht es schliesslich ans Eingemachte. Damit ist nicht ein steiler Aufstieg gemeint, sondern die eingemachten Produkte von den Höfen: eingelegte Zwetschgen, Feigen und nicht zuletzt Chriesisaft. Das macht Lust darauf, wiederzukommen, wenn die Früchte reif sind. Ein zweiter kulinarischer Tipp ist die «Alte Brennerei». Hier gibt es keinen Kirsch, sondern Bier und Deftiges.
    Höhlenabenteuer im Val-de-Travers Nr. 1847
    Môtiers NE • NE

    Höhlenabenteuer im Val-de-Travers

    Man könnte meinen, dass es doch etwas viel Aufwand ist, für eine fünfviertelstündige Wanderung extra ins Val-de-Travers zu reisen. Doch an einem sommerlich-heissen Tag ist die Rundwanderung zur Cascade de Môtiers die ideale Kombination zwischen Spazieren im Wald und dem Abenteuer in der Kühle der Höhle, ergänzt von einem trotz Wassermangels idyllischen Wasserfalls. Couvet wirbt mit seinen Absinthbrennereien, was die Kinder aber weniger interessiert. Ausserhalb des Dorfes führt eine Allee in den Wald, auf einem Naturweg geht es aufwärts. Bald kommt eine liebliche Lichtung, und auch die Cascade de Môiters ist nicht mehr weit. Von einem Brücklein kann man den Wasserfall runterblicken. Und nach einem Zickzackweg ist man an dessen unterem Ende. Dort steht auch ein grosser, mit Moos überwachsener Felsen – er erinnert an Jean-Jacques Rousseau, der von 1762 bis 1765 in Môtiers im Exil weilte. Hinter dem Stein beginnt die Grotte de Môtiers. Je nach Jahreszeit ist sie trockenen Fusses erreichbar, sonst durch knöcheltiefes Wasser. Einem an der Wand montierten Seil entlang klettert man in der Höhle aufwärts, bald ist eine Taschenlampe unabdingbar. Denn es geht wieder hinunter, das Licht des Eingangs verschwindet. Es ist stockdunkel und mucksmäuschen still. Ein feuchter Luftzug ist spürbar, die Fledermäuse, die hier wohnen, sind nur zu vermuten. Wieder draussen, wandert man dem Flüsschen entlang weiter. Immer wieder verschwindet das Wasser unvermittelt, taucht irgendwo später wieder auf. Der wasserdurchlässige Karst spielt sein Spiel. Farn und Moos leuchten im Wald. Und bald erreicht man einen kleineren, aber nicht minder idyllischen Wasserfall. Hier lässt sichs verweilen und spielen. Zeit hat man ja, und der Weg nach Môtiers ist nicht mehr weit.

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