Wissenswertes von A-Z über das Wandern in der Schweiz

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Wissenswertes von A-Z über das Wandern in der Schweiz

Mehr als die halbe Schweiz tut es regelmässig: Wandern. Doch wie tun wir es? Und warum? Als Verband führen wir dazu Studien durch und erheben Facts & Figures rund um Wanderthemen. Ein paar Wissens-Häppchen aus unserem Zahlen-Sammelsurium von A bis Z. 

Ausbildung: Wandern als Job?

Traumberuf Wanderleiter:in? Das lässt sich lernen. Bei der Ausbildung wird grundsätzlich zwischen zwei Zielgruppen unterschieden: Freiwillige und Erwerbstätige. Denn seit 2010 ist der Titel Wanderleiter:in mit eidg. Fachausweis vom Bund anerkannt und geschützt. 

Bundesverfassung: Das Wanderweg-Gesetz

Das gibt es nur in der Schweiz: Unsere Wanderwege sind gesetzlich verankert. Auslöser dafür war die Volksinitiative zur Förderung der schweizerischen Fuss- und Wanderwege.

Seit 1979 hat das Wanderwegwesen einen Platz in der Bundesverfassung und ist seit 1985 im Bundesgesetz über die Fuss- und Wanderwege FWG geregelt.


CHF: Wie viel geben wir aus?

Wandern in der Schweiz per se ist kostenlos. So tangiert ein Spaziergang im Naherholungsgebiet das Budget nicht. Anders sieht es aus, wenn Anreisekosten, Verpflegung und Übernachtungen anfallen. Alle Ausgaben zusammengezählt und gleichmässig auf alle Wanderungen verteilt, ergeben einen Durchschnitt von 60 Franken pro Wandertag.


Dorn im Auge: Was stört Wandernde am meisten?

Laut Wanderstudie gehören herumliegender Abfall, Lärm und der motorisierte Verkehr zu den grössten Störenfrieden. 

Engagement: Der Dachverband fürs Wandern

Seit 1934 setzen sich die Schweizer Wanderwege fürs Wandern in der Schweiz ein. Genauer: Für attraktive, sichere und einheitlich signalisierte Wanderwege. 


Freiwillige: Ehrenamtliche Einsätze fürs Wandern

Rund 2000 Helferinnen und Helfer packen in den 26 kantonalen Wanderweg-Fachorganisationen ehrenamtlich mit an.  

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Rund 2000 Helferinnen und Helfer packen in den 26 kantonalen Wanderweg-Fachorganisationen ehrenamtlich mit an.

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Am häufigsten wird zusammen mit der Partnerin bzw. dem Partner gewandert.

Gesellige Tätigkeit: Mit wem wandern wir?

Wer wandert, tut dies selten allein. Lediglich ein Achtel der befragten Wandernden ist ohne Begleitung unterwegs. Am häufigsten wird zusammen mit der Partnerin bzw. dem Partner gewandert. 


Häufigkeit: So oft wandern wir

Wir wandern immer öfters: Im Vergleich zu 2019 wandern wir 5 Tage mehr pro Jahr – insgesamt unternehmen wir im Schnitt 20 Wanderungen. Auf wie viele kommen Sie? 

Infrastruktur: Was wünschen sich Wandernde?

Landschaftliche Attraktivität und das Naturerlebnis heben die Befragten besonders hervor. Ebenfalls von grosser Bedeutung: Abwechslungsreiche Wege, eine durchgehende Signalisation, Wege mit Naturbelag sowie die Anbindung an den ÖV. 

Jahreszeit: Wann hat Wandern Saison?

Für die meisten Wandernden immer: Rund 80 Prozent sind auch im Winter am Wandern in der Schweiz. Die anderen 20 Prozent sind lediglich von Frühling bis Herbst unterwegs. 

Kategorien: Die beliebteste Wanderwegkategorie

Am häufigsten werden die gelb signalisierten Wanderwege genutzt. Vier Fünftel der Wandernden sind auch auf anspruchsvolleren weiss-rot-weiss signalisierten Bergwanderwegen anzutreffen. Ein gutes Viertel wandert auch auf den weiss-blau-weiss signalisierten Alpinwanderwegen.


Lifetime-Sportart: Wandern, ein Leben lang

In der Altersgruppe der 75-Jährigen und älteren ist Wandern die häufigste Sportart. 

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In der Altersgruppe der 75+-Jährigen ist Wandern die häufigste Sportart.

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Von den Wandernden sind 49,1% Frauen und 50,9% Männer.

Männlein oder Weiblein: Wer wandert mehr?

Es ist ein Kopf-an-Kopf-Rennen: 2022 sind es 49,1% Frauen und 50,9% Männer. 2019 war der Frauenanteil mit 53,4% noch leicht höher. Sagen wir unentschieden


Nutzung: Wer ist auf den Wanderwegen unterwegs?

Mehr als die halbe Schweiz: 58 % der Bevölkerung ab 15 Jahren wandert regelmässig. Jede fünfte Person, die nicht wandert, ist im Laufe eines Jahres für andere Sportarten auf den Wanderwegen unterwegs.


Orientierung: Welches Tool ist wegweisend?

Das kommt darauf an: Während für die Planung das Internet als wichtigste Informationsquelle angegeben wird, sind unterwegs Wegweiser und -markierungen mit Abstand die wichtigsten Orientierungshilfen.

Pink: Wandern im Winter

In den Wintermonaten werden Schneeschuhrouten und Winterwanderwege in pink ausgeschildert. Insgesamt stehen für das winterliche Wandervergnügen 6000 Kilometer bereit. 

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In den Wintermonaten werden Schneeschuhrouten und Winterwanderwege in pink ausgeschildert.

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Die Schweizer Wanderwege haben die Qualitätsziele im Auftrag des ASTRA erarbeitet. Sie sollen ein einheitliches Verständnis der Qualität für Wanderwege fördern.

Qualität: Was macht einen guten Wanderweg aus?

Dahinter steckt Teamwork: Unser Dachverband, das ASTRA und lokale Wanderwegverantwortliche setzen sich für ein attraktives Wanderwegnetz in Kantonen und Gemeinden ein. Um dies zu erreichen haben wir uns 7 Qualitätsziele gesteckt

Region: Wo wird am meisten gewandert?

Das hängt davon ab, ob mit oder ohne Übernachtung. Für Tageswanderungen zählen Luzern und der Vierwaldstättersee zur Top-Destination. Bei mehrtägigen Wanderungen hat das Wallis die Nase vorn. 

Signalisation: Das Aushängeschild der Wanderwege

Rund 50 000 Wegweiser-Standorte sind auf dem Wanderwegnetz anzutreffen. Um deren Montage und Wartung kümmern sich zu einem grossen Teil die freiwilligen Mitarbeitenden der kantonalen Wanderweg-Fachorganisationen. 

Tipps: Wandern leicht gemacht

Noch mehr Wissenswertes übers Wandern in der Schweiz gewünscht? Dann könnte unsere Videoserie «Like to Hike» etwas für Sie sein. Darin halten wir unsere wichtigsten Tipps für eine sichere und genussvolle Wanderung fest. 

Übernachtung: Wo erholen sich müde Waden?

Zuhause oder auswärts? SAC-Hütte oder Hotel? Die Zahlen zeigen: Die meisten Wanderungen sind Tageswanderungen – sprich Ausflüge ohne Übernachtung. Auf mehrtägigen Touren und in den Ferien checken Wandernden am häufigsten in Hotels ein. Schweizweit werden insgesamt zwischen 4.4 und 6.3 Millionen bezahlte Logiernächte generiert. 

Verkehrsmittel: So läuft die Anreise ab

Auto oder öV? Die meisten reisen mit dem Auto zum Ausgangspunkt der Wanderung. Gefolgt von Bahn, Postautos, Bussen oder Trams. Weitere bedeutende Verkehrsmittel sind Bergbahnen und Schiffe.

Wanderstudie: Wow, woher kommen all diese Zahlen?

Wahnsinn, Sie haben es bis zum «W» geschafft – weiter so. Doch so langsam möchten Sie wissen, woher genau die Zahlen kommen? Verständlich. Hier geht es zu der kompletten Wanderstudie

X-mal um die Welt? So weit wandern wir.

Jährlich werden auf Wanderwegen schätzungsweise knapp 800 Millionen Kilometer zurückgelegt – dies entspricht einer Distanz von rund 20 000 Erdumrundungen. Und apropos um die Erde: Alle Wanderwege der Schweiz aneinandergehängt ergeben eine Strecke von 65 000 Kilometern – sprich eineinhalb Mal um die Welt.

Yin und Yang: Wandern als Ausgleich?

Warum wir gerne in der Schweiz wandern? Als wichtigste Motivation nennen Wandernde die Gesundheit, der Aufenthalt draussen in der Natur oder Fitness.

Zeitberechnung: Eine einfache Faustregel

Im Flachen beträgt unser Tempo im Schnitt 4,2 km/h. Sprich: Pro Kilometer benötigen wir eine Viertelstunde. Falls es auf und ab geht: Pro 100 Höhenmeter Aufstieg oder pro 200 Meter Abstieg jeweils 15 Minuten dazurechnen. 

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Als wichtigste Motivation nennen Wandernde die Gesundheit, der Aufenthalt draussen in der Natur oder Fitness.

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Im Flachen beträgt unser Tempo im Schnitt 4,2 km/h.

Schweizer Wanderwege - Suisse Rando

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