• Blick auf den Thunersee (links) und den Brienzersee.

    Blick auf den Thunersee (links) und den Brienzersee.. Bild: Pascal Bourquin

  • Ein Bergbauernhof mit einer prächtigen Glockensammlung.

    Ein Bergbauernhof mit einer prächtigen Glockensammlung.. Bild: Pascal Bourquin

  • Blick auf die Witliflue kurz nach dem Rengglipass.

    Blick auf die Witliflue kurz nach dem Rengglipass.. Bild: Pascal Bourquin

  • Die steilen Passagen sind gut gesichert.

    Die steilen Passagen sind gut gesichert.. Bild: Pascal Bourquin

  • Auf dem Gipfel des Morgenberghorns.

    Auf dem Gipfel des Morgenberghorns.. Bild: Pascal Bourquin

  • Blick auf den Niesen und den Thunersee vor dem Abstieg.

    Blick auf den Niesen und den Thunersee vor dem Abstieg.. Bild: Pascal Bourquin

  • Der Pochtenfall.

    Der Pochtenfall.. Bild: Pascal Bourquin

    Saxeten, Schulhaus — Aeschiried, Suld Pochtenfall • BE

    Wanderung über das Morgenberghorn

    Die Wanderung zwischen Saxeten und dem Pochtenfall über das Morgenberghorn ist ein anspruchsvolles, aber unglaublich lohnendes Abenteuer in den Berner Alpen. Sie verbindet atemberaubende alpine Landschaften mit herrlichen Ausblicken auf die grossen Seen des Berner Oberlandes. Das charmante kleine Dorf Saxeten liegt in einem abgeschiedenen Tal und ist mit dem Postauto von Wilderswil aus erreichbar. Die Wanderung beginnt mit einem allmählichen Aufstieg durch Alpweiden und Wälder. Mit zunehmender Höhe wird die Fernsicht immer spektakulärer. Der Aufstieg vom Rengglipass zum Morgenberghorn ist einer der anspruchsvollsten Wegabschnitte dieser Wanderroute. Je näher man dem Gipfel kommt, desto steiler und felsiger wird der Weg. Er ist auf der SAC-Wanderskala als T4 (Alpinwanderweg mit blau-weisser Markierung) eingestuft, aber alle schwierigen Passagen sind durch Ketten sehr gut gesichert. Auf dem Gipfel des Morgenberghorns (2249 m) wird man mit einer atemberaubenden Aussicht auf den Thuner- und den Brienzersee, auf legendäre Gipfel wie Eiger, Mönch und Jungfrau sowie in tiefe Täler belohnt. Der Abstieg nach Suld führt durch abwechslungsreiche Landschaften mit aussichtsreichen Kreten und Alpweiden. Vor dem Abstieg ins Tal bietet die Brunni-Hütte einen letzten Blick aus der Vogelperspektive auf die Umgebung. Ab der Abzweigung Louene kann man dem Latrejebach entlang des linken oder rechten Flussufers folgen. Beide Wege führen zum selben Ziel und geben den Blick auf den imposanten Pochtenfall frei. Umgeben von einer wilden und spektakulären Naturkulisse stürzt der Wasserfall hier in die Tiefe. Die Wanderung endet beim Restaurant Pochtenfall. Von Juli bis September verkehrt hier ein Postauto. Ausserhalb dieser Saison muss man eine weitere Stunde Fussmarsch bis Aeschiried einplanen.

    Information

    Der Bus zwischen dem Pochtenfall und Aeschiried verkehrt nur von Anfang Juli bis Ende September.

    Restaurant Pochtenfall, gasthaus-suld.ch, 033 654 18 66

    Das Restaurant Pochtenfall ist jeweils vom 1. Mai bis zum 31. Oktober geöffnet.

    Brunni-Hütte, scleissigen.ch/klubhuette

    Die Brunni-Hütte ist nicht bewartet. Trotzdem können Gäste, die vorgängig beim Ski-Club Leissigen reservieren, dort übernachten und kochen. In der Alpwirtschaft kann man sich auch mit Proviant eindecken.

    Wanderung Nr. 2229

    Publiziert 2025 ‒ Präsentiert von Schweizer Wanderwege

    Pascal Bourquin

    GPS-Routendaten herunterladen

    Saxeten, Schulhaus
    0:00
    0:00
    Rengglipass
    2:20
    2:20
    Morgenberghorn
    3:25
    1:05
    Brunnihütte
    4:25
    1:00
    accommodation
    Louene
    5:10
    0:45
    Aeschiried, Suld Pochtenfall
    5:50
    0:40

    Wandervorschläge

    Blick ins Kiental und darüber hinaus Nr. 2081
    Ramslauenen • BE

    Blick ins Kiental und darüber hinaus

    Auf der einen Seite Niesen und Thunersee, auf der anderen die Berner Alpen: Das Panorama auf dieser Rundwanderung lässt nichts zu wünschen übrig. Je nach Vorliebe kann sie als Eintageswanderung oder als gemütliche Zweitagestour mit Übernachtung in der Grathütte gemacht werden. Nur eines muss man sein: schwindelfrei. Mit der Seilbahn erreicht man Ramslauenen, wo der steile Aufstieg beginnt. Im Zickzack gewinnt der Weg an Höhe. Ab Rüederigs wandert man entlang des ersten Grats, doch der Weg ist stets etwas vom Abgrund entfernt. Nach zwei Stunden steht schliesslich der Eintrag ins Gipfelbuch an. Vom Gehrihore aus überblickt man auch den Rüederigsgrat: Während er gegen Westen abschüssig und felsig ist, verläuft der Wanderweg über die östliche, weniger steile Flanke, die mit Gras bewachsen ist. Nun steht die erste Schlüsselstelle bevor: Am besten nimmt man sich Zeit, um die kurze, mit Seilen gesicherte, weil abschüssige Passage und eine Leiter zu meistern. Danach wandert man einfach bis zur Grathütte. Die kleine Alphütte ist gemütlich eingerichtet, nur an den Wochenenden bewartet und bietet auf Voranmeldung zehn Schlafplätze. Der zweite Teil führt nun über den Giesigrat, die Schlüsselstelle kommt am Anfang. Ein Seil hilft, den kurzen, ausgesetzten Weg über der Westflanke zu meistern. Der restliche Weg ist vergleichbar mit jenem vom Rüederigsgrat. Bei Punkt 2306 unterhalb des Sattelhore ist der Grat definitiv zu Ende, es folgt der lange, aber landschaftlich schöne Abstieg dem Bachligraben entlang zurück nach Ramslauenen.
    Ausgesetzte Gratwanderung über den Hardergrat Nr. 1879
    Harder Kulm — Alp Lombach • BE

    Ausgesetzte Gratwanderung über den Hardergrat

    Steile Sache: In nur zehn Minuten Fahrzeit bringt einen die Standseilbahn in einer durchschnittlichen Neigung von 64 % von Interlaken zur Station Harder. 570 Höhenmeter spart man sich so und man beginnt direkt mit gratwandern. Aber auch so hat es die Bergwanderung über den Hardergrat noch in sich – es ist mit vier Stunden Wanderzeit zu rechnen. Aufgepasst, diese ausgesetzte Bergwanderung ist nur für Schwindelfreie geeignet. Dafür wird man mit einem unglaublichen Tiefblick auf den Brienzer- und den Thunersee belohnt. Und an besonders klaren Tagen scheint das Dreigestirn Eiger, Mönch und Jungfrau, in Griffnähe. Wer Glück hat, kann hier oben auch noch Steinböcke beobachten. Die Landschaft auf der Lombachalp ist eine der grössten Moorlandschaften der Schweiz, Teil des Bundesinventars der Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung (BLN), des Eidgenössischen Jagdbanngebiets Augstmatthorn, sowie des kantonalen Naturschutzgebiets Hohgant-Seefeld. Kein Wunder, dass die Wanderung über den Hardergrat auf jede Wander-Bucket-List gehört. Einen, den man diesbezüglich nicht mehr zu überzeugen braucht, ist der mehrfache Skicross-Weltcupsieger Ryan Regez, der im Video zu diesem Wandervorschlag mitwandert und erzählt, wie er beim Wandern seinen Platz und seine Ruhe findet, aber auch seine Kraft unter Beweis stellen muss. Wer noch mag, ergänzt den Abstieg zur Lombachalp mit einem knackigen Schlenker aufs Augstmatthorn.
    Im Angesicht des Berner Dreigestirns Nr. 1632
    Sulwald — Grütschalp • BE

    Im Angesicht des Berner Dreigestirns

    Was sind sie doch berühmt. Eiger, Mönch und Jungfrau locken Heerscharen aus aller Welt ins Berner Oberland, nach Wengen oder Mürren. Tritt man von der grossen Touristenbühne einen Schritt zurück, ist das Dreigestirn immer noch schön, aber in viel beschaulicherer Umgebung zu geniessen. Sulwald und das Soustal gewähren den Blick auf die Bergmajestäten aus der zweiten Reihe – und ermöglichen obendrein, mit der Alplandwirtschaft Bekanntschaft zu schliessen, namentlich mit der Kuh. «Acht Personen oder eine Kuh» verkündet das Schild auf der Luftseilbahn von Isenfluh nach Sulwald. Im Sommer tut sich das Vieh an den saftigen Kräutern genüsslich, also hat es jetzt Platz für Bergwandernde. Erstmals zeigen sich die drei Berühmten zu Beginn der Tour in Sulwald. Noch besser wird die Aussicht zwei Stunden später von der Sousegg, doch sind bis dorthin einige stotzige Höhenmeter zu schaffen, zum Auftakt in der Frische des Waldes. Auf der Alp Suls dann empfangen einen die vierbeinigen Luftseilbahngäste. Hängen vor der Hütte Glocken, Käsetücher und Milchkannen, kann man drinnen Alpkäse kaufen, für den Zmittag am Sousseewli, das den Zehn-Minuten-Abstecher wert ist. Die Sousegg im Anschluss fordert nochmals einige Schweissperlen, aber das Ziel ist jede Mühe wert. Das Seeli, das Schilthorn, die Lobhörner und – ja – die berühmten Drei sind da, dazu weit unten ein Tal von einzigartiger Schönheit, das Soustal. Steil ist der Weg bergab, und manchmal etwas luftig. Doch die Sicht aufs liebliche Hochtal wird immer besser, und unten kühlt der Sousbach die heiss gelaufenen Füsse. Das Wasser begleitet bis zur Alp Sousläger, wo der wilde und stotzige Wald zum Finale empfängt und nochmals Käse lockt. Spannend ist das Weglein durchs Meer an Bäumen, ab und zu erhascht man einen Blick in die Tiefe. Erst jetzt wird klar, wie abgeschieden das Soustal ist.
    Auf mystischem Boden Nr. 1072
    Saxeten, Schulhaus — Sulwald • BE

    Auf mystischem Boden

    Lässt der Wind in der Nacht die Türen knallen oder drückt das schlechte Wetter vom Kamm der Lobhörner herab, sagen die Leute, das sei der Alte Sulser, der von den Lobhörnern herabsteige. Und wenn das Licht günstig auf die markant in den Himmel ragenden Felsfinger fällt, meint man tatsächlich, im Grossen Lobhorn ein böse verkniffenes Gesicht zu erkennen. Dem alten Sulser, der früher auf der Alp Suls gelebt haben soll, passte der Bursche nicht, in den sich seine Tochter verliebt hatte. Und weil er sich der Liebe der beiden widersetzte, wurde er versteinert, zusammen mit seinem Hund, den man in dem flachen Felszacken rechterhand des Grossen Lobhorns erkennen mag. Doch auch für Leute, die nicht an die alten Sagen glauben, ist die Alp Suls hoch über dem Lauterbrunnental ein ergreifender Ort. Von Saxeten aus gelangt man zur Alp, indem man zunächst das Saxettal aufwärts zur Alp Nessleren geht. Bei Unterberg führt der Weg wieder talauswärts steil hinauf zur Bällenalp. Hinter der 2009 errichteten neuen Alphütte gilt es, den von den vielen Kühen zerstampften Boden zum Grat hin zu überwinden. Dort angelangt entdeckt man mit dem Blick auf Eiger, Mönch und Jungfrau aus nächster Nähe ein prächtiges Panorama. Ein Abstecher von 40 Minuten Wanderzeit zum Aussichtspunkt Bällenhöchst und zurück belohnt zudem mit atemberaubenden Tiefblicken auf den Brienzersee. Die nachfolgende Geröllhalde im Tschingel sollte wegen Steinschlaggefahr schnell gequert werden. Auf der Graskuppe angelangt, kann man schon bald die Lobhornhütte und die Lobhörner sehen. Die Landschaft rund um das Sulsseewli ist mystisch und lädt zum Verweilen ein. Ebenso der mit Moos und Farnen durchsetzte Märchenwald beim Abstieg nach Sulwald.

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    254T Interlaken

    CHF 22.50

    Tags

    Bern Berner Oberland Alpinwanderung Sommer Gipfelwanderung für schwindelfreie Menschen hoch T4

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