• Blick auf Krauchthal. Aus dem herbstlichen Wald ragen Sandsteinfelsen.

    Blick auf Krauchthal. Aus dem herbstlichen Wald ragen Sandsteinfelsen.. Bild: Sabine Joss

  • Der Wanderweg führt direkt an der Justizvollzugsanstalt Hindelbank vorbei. Der Eingang wird von einem Löwen flankiert.

    Der Wanderweg führt direkt an der Justizvollzugsanstalt Hindelbank vorbei. Der Eingang wird von einem Löwen flankiert.. Bild: Sabine Joss

  • Unterwegs Richtung Krauchthal

    Unterwegs Richtung Krauchthal. Bild: Sabine Joss

  • Sandsteinfelsen bei Krauchthal lieferten Baumaterial fürs Berner Münster.

    Sandsteinfelsen bei Krauchthal lieferten Baumaterial fürs Berner Münster.. Bild: Sabine Joss

  • Am Wegrand bei Krauchthal

    Am Wegrand bei Krauchthal. Bild: Sabine Joss

  • Bermoos bei Bäriswil

    Bermoos bei Bäriswil. Bild: Sabine Joss

    Hindelbank, Post — Schönbühl • BE

    Farbige Herbstwälder und Sandsteinfelsen

    In Christine Brands Roman «Kalte Seelen» lässt sich eine Journalistin für eine Reportage in die Justizvollzugsanstalt Hindelbank einschliessen. Dort stösst sie beim Recherchieren auf dunkle Geheimnisse, die auch mit ihrer eigenen Vergangenheit zu tun haben. Kurz nach dem Start in Hindelbank führt der Wanderweg unmittelbar an den Abschrankungen der Justizvollzugsanstalt vorbei, dem einzigen Gefängnis für Frauen in der deutschsprachigen Schweiz. Jedes Jahr findet hier im barocken Schlosshof am Freitag und Samstag vor dem ersten Advent ein stimmungsvoller, öffentlich zugänglicher Weihnachtsmarkt statt. Vorbei an Feldern und durch den Wald geht es weiter auf den Mooshubel. Vor den Alpengipfeln in der Ferne thront auf der gegenüberliegenden Talseite weithin sichtbar die Strafanstalt für Männer, der Thorberg. Bei Krauchthal, schön gelegen im Tal des Chrouchtalbachs, erheben sich markante Sandsteinfelsen. Aus den Sandsteinbrüchen der Gegend stammt das Baumaterial für das Berner Münster. Wer genug von Hartbelag hat, kann die Wanderung in Krauchthal oder Hub beenden oder aber durch kleine, eiszeitlich geprägte Täler farbigen Waldrändern entlang weiter nach Schönbühl wandern.

    Information

    Restaurant Hirschen, Krauchthal, 034 411 14 31, hirschen-krauchthal.ch

    Curry Gourmet, Hub, 079 300 63 50, curry24.ch

    Wanderung Nr. 2277

    Publiziert 2025 ‒ Präsentiert von Schweizer Wanderwege

    Sabine Joss

    Hindelbank, Post
    0:00
    0:00
    Mooshubel
    1:35
    1:35
    Krauchthal
    1:45
    0:10
    Hub
    2:20
    0:35
    Wannetal
    2:45
    0:25
    Schönbühl
    3:40
    0:55

    Wandervorschläge

    Emmentaler Sandmonumente Nr. 1425
    Krauchthal, Post — Bolligen, Lutzeren • BE

    Emmentaler Sandmonumente

    Nein, diese Bilder sind nicht in einem US-Nationalpark entstanden, das Monument steht 25 Minuten mit Bahn und Bus von Bern entfernt im unauffälligen Wald auf einem Felsrücken. Der Elefant steht am Schlussdieser Familienwanderung, davor lohnt sich der Aufstieg auf den Bantigerturm. Wie die Sandsteinformation entstanden ist, ist nicht hundertprozentig klar. Tschechische Forscher haben herausgefunden, dass unterschiedliche Spannungsverhältnisse im Stein die Erosion durch Wind, Wasser, Frost oder Salze beeinflusst haben: Wo mehr Gewicht auf dem Stein lastet, ist die Erosion kleiner. Andere sagen, dass die Steinmetze, die die nahe gelegene Burg Geristein bauten, die Felsen aus Langeweile bearbeitet und einen Elefanten als religiöses Symbol der Taufe geschaffen hätten. Wie dem auch sei, der Wanderung tut das ungelöste Rätsel keinen Abbruch. Sie beginnt in Krauchthal und führt schon bald einen bewaldeten Grat hinauf und oben entlang einiger abschüssiger Felswände. Nach Regen ist es hier rutschig, Vorsicht ist angesagt. Bald erreicht man die Fluehüsli; es sind zwei in den Fels eingebaute Häuser, die heute noch bewohnt sind. Sie stammen aus dem 16. Jahrhundert, und bereits Jeremias Gotthelf erwähnte sie in einem Roman als «armer Leute Schutz und Zufluchtsort». Weiter geht es auf einem längeren Waldabschnitt bis zum Bantigerturm mit Aussicht auf Bern und die Alpen. Nun ist der Geristeiwald mit seiner Burgruine nicht mehr weit – und der Elefant, der am Ende des südlichen Felssporns Büündli nahe der Ruine liegt (2’606’350, 1’204’340). Den Elefanten findet man am besten im Frühling, wenn die Bäume rundherum noch kaum Laub tragen.
    Emmentaler Sandsteinbrüche Nr. 1424
    Krauchthal, Post — Burgdorf Steinhof • BE

    Emmentaler Sandsteinbrüche

    Hoch über dem Emmentaler Dorf Krauchthal erheben sich Steinbrüche. Sie waren im 18. und im 19. Jahrhundert ein wichtiges Gewerbe in der Gegend. Das Berner Münster, aber auch Kirchen und Bauernhöfe wurden aus hier gewonnenem Sandstein gebaut. Ein Sandsteinlehrpfad führt zu vier ehemaligen Steinbrüchen. Dabei erfährt man allerlei Wissenswertes über den Sandsteinabbau. Um zum Lehrpfad zu gelangen, folgt man nach dem Restaurant Hirschen den braunen Weg- weisern. Sie führen auf schmalen und steilen Pfaden zu den Steinbrüchen. Auch ein Abstecher zum Aussichtspunkt Chrützflue lohnt sich. Beim dortigen Picknickhäuschen aus Holz hat man Aussicht auf die imposante Strafanstalt Thorberg. Oberhalb der Sandsteinbrüche kann man wieder auf den Wanderweg einbiegen, der nun durch lichten Wald führt. Beim Hostränz hat man bei klarem Wetter eine wunderbare Aussicht auf den Jura, während der Zimmerberg den Blick ins weitere Emmental öffnet. Nun folgt der Abstieg ins Tal, wo man ein Stück weit der Hauptstrasse folgt, bevor der Weg beim geschlossenen Restaurant Steingrube abbiegt und sich über Feld und Wald dem Restaurant Rothöhe nähert. Wer aber erfahren möchte, wie hart Steinbrecher früher arbeiten mussten, kann die Wanderung auch in umge- kehrter Richtung machen und beim Krauchthaler Dorfmuseum Werkzeug ausleihen. Damit kann man sich beim Steinbruch Bäichle im steinernen Gästebuch verewigen.
    Wanderung zur Buchegger Kyburg Nr. 1027
    Kyburg — Schnottwil • SO

    Wanderung zur Buchegger Kyburg

    Das Postauto oder ein halbstündiger Fussmarsch bringt uns von Bätterkinden zum Gasthaus Bad Kyburg. Ein kurzer Aufstieg führt zum darüber thronenden Schloss Kyburg-Buchegg. Eine Postautolinie führt auch direkt nach Buchegg. Vom einstigen Schloss über dem Limpachtal ist der Turm erhalten geblieben und Ruinenreste lassen die einstige Grösse der Anlage erahnen. Bei den letzten Häusern verlässt man das Bauerndorf links auf einer Waldstrasse, die beinahe ohne Steigung zu einem Rastplatz beim Weiler Wolfstürli führt. Bevor das Dorf Aetikofen erreicht wird, geht es nochmals durch den Wald. Seit 2012 ist es Teil der Gemeinde Buchegg. Hinter dem Dorf, das geschützt in einer Geländemulde liegt, verläuft der Wanderweg teils hart am Abhang des Ramserenberg entlang. Zahlreiche Sitzbänke und Feuerstellen laden zum Verweilen. So kann man die herrliche Fernsicht auf die Berner Alpen in vollen Zügen geniessen. Nach dem Überqueren der Strasse wandert man weiter durch den Wald zum Biezwiler Forsthaus. Ein Spielplatz mit Feuerstelle und überdachten Tischen bieten auch bei Regen Gelegenheit zu einer ausgiebigen Rast. Frisch gestärkt unternimmt man den Marsch durch den herbstlich gefärbten Schorenwald. Bald lohnt ein kurzer Abstecher zum Aussichtspunkt Rapperstübli über dem Dorf Balm. Beim Waldaustritt überrascht eine beeindruckende Fernsicht über das Aaretal zum Jura. Dann ist es nicht mehr weit bis zum Ziel in Schnottwil. Das Haufendorf ist bekannt für seine «Schnottwiler Chilbi», die jedes Jahr im August stattfindet. Als Knotenpunkt verschiedener Buslinien haben wir von hier aus Anschluss Richtung Bern, Bätterkinden oder Solothurn. Achtung: am Wochenende gibt es keine Busverbindung von Schnottwil zurück zum Ausgangspunkt in Kyburg!
    Vom Solothurner Limpachtal an die Aare Nr. 2209
    Messen, Dorfplatz — Büren an der Aare

    Vom Solothurner Limpachtal an die Aare

    Behäbige Bauernhäuser, Miststöcke davor … doch der Eindruck trügt: Messen im solothurnischen Limpachtal ist weit mehr als ein Bauerndorf. Messen ist der wirtschaftliche Dreh- und Angelpunkt des Limpachtals. Hier gibt es ein medizinisches Zentrum, eine Bäckerei und einen Supermarkt, Gewerbebetriebe, Restaurants und ein Schwimmbad. Und hier wird intensive Landwirtschaft betrieben. An der Kirche vorbei und entlang des streng kanalisierten Messibachs wandert man über weite Felder. Nur eine Strasse stört die geradlinige Ordnung. Sie verläuft quer über die Ebene Richtung Oberramsern. Hierhin führt auch die Wanderung, die nun die Limpachebene verlässt und zum Bucheggberg hochsteigt. In Lüterswil verlässt man auch den Kanton Solothurn und wandert an der Grabenöle vorbei dem Berner Oberwil b. Büren entgegen, wo Emmentalerkäse fabriziert wird. Durch den Eichwald schliesslich erreicht man Büren an der Aare. Das Städtchen ist dank seiner 108 Meter langen Holzbrücke bis heute ein – wenn auch inzwischen beruhigter – Verkehrsknotenpunkt.

    Passende Produkte aus unserem Shop

    233T Solothurn

    CHF 22.50

    243T Bern

    CHF 22.50

    Tags

    Bern Mittelland Wanderung Sommer Winter für Familien mittel T1

    Mit Klick auf ein Tag können Sie dieses in Ihrem Account hinzufügen und erhalten auf Ihre Interessen zugeschnittenen Content vorgeschlagen. Tags können nur in einem Account gespeichert werden.